Geschichte

Die gemeinsame Geschichte von Mensch und Wellensittich ist jung im Vergleich zu der von Hund oder Katze. Erst seit etwa 200 Jahren weiss man um die Exsistenz dieser elegantgen Vögel. Die erste Beschreibung stammt von Shaw und Nodder im Jahre 1805. In Europa wurden die Wellensittiche durch den englischen Naturforscher John Gould bekannt. Er reiste mi seiner Frau kreuz und quer durch Australien und entdeckte im Herzen des Kontinents die flinken grünen Vögel. Gould war begeistert von ihnen und beobachtete ihre Lebensweise genauer. Die Ergebnisse sind in seinem Buch Birds of Australia festgehalten. Was John Gould in Worte fasste, gelang seiner Frau mit sehr schönen Zeichnungen. Ihre Bilder sind detailgenau und mit Leben erfüllt. Kaum jemand hat die Tiere besser gezeichnet. John Gould gab ihnen auch den wissenschaftlichen Namen Melopsittacus undulatus shaw. Nomen est Omen ist eine latainische Redensart, die so viel heisst wie: Der Name ist ein Zeichen. Das trifft auch für den Wellensittich zu. Melos kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet Gesang, psittacus ist ebenfalls griechisch und heisst: Papagei. Undulatus ist das lateinische Wort für Wellenlinie und bezieht sich auf die Wellensittiche des Gefieders. Und dass dieser kleine Vogel auch noch Shaw heisst, verdankt er natürlich seinem Entdecker.

Heute sind Wellensittiche die beliebtessten Ziervögel der Welt. Ihr Siegeszug begann im Neunzehnten Jahrhundert, als dei ersten heimkehrenden Siedler diese munteren Vögel nach Europa brachten. Schon um 1880 gab es in der Nähe von Toulouse eine Ausstellung, bei der 15000 Vögel gezeigt wurden. Ihre Beliebtheit verdanken Wellensittiche ihrem Aussehen. Sie sind leicht zu zähmen, freundlich, gesellig un besitzen die Fähigkeit zu sprechen. Der erste Wellensittich in Europa, von dem man weiss, dass er sprach, plapperte sein Sätzchen in Deutsch. Es war an einem Morgen im Jahre 1877 as Frau E. Mayer aus Stuttgart von Ihrem Wellensittich mit den Worten „Komm Liebling, komm“, begrüsst wurde. Die Überraschung und die Freude der alten Dame müssen gross gewesen sein. Das Sprechtalent der kleinen Papageien zahlte sich aus. Zeitweise kostete ein Vogel bis zu 700 Pfund.